Beiergruppe Dattenfeld


St. Laurentius

 

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Was ist Beiern? 
Beim Beiern werden die unbewegt hängenden Glocken innen mit dem Klöppel in festgelegten, örtlich überlieferten Rhythmen angeschlagen.


Seit wann wird gebeiert?
Im Rheinland ist das Beiern seit dem 14. Jahrhundert bezeugt (Aachen: 1338; Wesel: 1375).
Seit wann in Dattenfeld gebeiert wird, ist nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass der Übersetziger Josef Kläs (geboren: 1907) bereits als Kind mit seinem Vater im Kirchturm war und dort das Beiern gelernt hat. Man kann also davon ausgehen, dass in Dattenfeld bereits seit ca. 1870/1880, vielleicht sogar noch viel früher, gebeiert wird.


Zu welchen Anlässen wird gebeiert?
Mit dem Beiern werden meist hohe kirchliche Feste eingeläutet oder Prozessionen klangvoll begleitet. In Dattenfeld wird an folgenden Tagen gebeiert:Weißen Sonntag
Christi Himmelfahrt (während der Prozession)
Fronleichnam (während der Prozession)
St. Laurentius (vor und nach der Festmesse)
sowie jeweils an den Vorabenden.


Im Siegtaldom wird mit folgenden 3 Glocken (Nordturm) gebeiert:Laurentiusglocke, 800 kg schwer, gegossen: 1669, Ton: fis
Glocke Georg und Rochus, 600 kg schwer, gegossen: 1782, Ton: gis
Marienglocke, 350 kg schwer, gegossen: 1979, Ton: h
In Dattenfeld werden beim Beiern die Klöppel per Hand an den Innenrand der Glocke angeschlagen. Es gibt jedoch auch andere Techniken, z.B. das Beiern mit Hilfe von Seilen.


Die Dattenfelder Beierleute planten und organisierten die ersten beiden Treffen der Beierleute des Erzbistums Köln (1999 mit ca. 100 Teilnehmern hier in Dattenfeld sowie 2002 mit Besuch des Glockenmuseums in Burg Greifenstein).


Seit 2009 ist von den beiden Türmen des Siegtaldoms an 3 oder 4 Tagen in der Weihnachtszeit ein weihnachtliches Glockenspiel zu hören. Die Dattenfelder Beierleute lassen dann mit 6 Glocken das Lied „Süßer die Glocken nie klingen …..“ sowie die beiden Alpenländischen Weihnachtslieder „O Jubel, o Freud“ und „O Maria“ erschallen. Außer den 3 oben genannten Glocken erklingen dann noch folgende Glocken:Christusglocke (Südturm), 1.200 kg schwer, gegossen: 1980, Ton: e
Helenenglocke (Nordturm), 240 kg schwer, gegossen: 1979, Ton: cis
Johannesglocke (Nordturm), 130 kg schwer, gegossen: 1979, Ton: e
Wer das Beiern erlernen oder beim weihnachtlichen Glockenspiel mitmachen möchte, bitte melden bei:

Helmut Salz, eMail, Tel.: 02292-2947