Wallfahrt nach Kevelaer 2026 – Gemeinsam unterwegs
Am frühen Morgen des 23. Juli 2026 machten sich die Wallfahrer aus dem Windecker Land voller Vorfreude auf den Weg zur traditionellen Wallfahrt nach Kevelaer. Wer braucht schon einen Wecker, wenn die Sehnsucht nach Kevelaer ruft?
Geplant war die Abfahrt in Leuscheid für Punkt 6:00 Uhr. Doch was wäre eine gemeinsame Reise ohne eine kleine Verzögerung? Mit gerade einmal fünf Minuten Verspätung – vielleicht musste irgendwo noch der letzte Schluck Kaffee gerettet werden – rollte der Bus um 6:05 Uhr schließlich an. Die Stimmung an Bord war eine gelungene Mischung aus leichter Morgenmüdigkeit, Vorfreude und der Erwartung auf einen besonderen gemeinsamen Tag.
Die Fahrt führte zunächst quer durch das noch ruhige Windecker Land. Über Rosbach und das historische Altwindeck ging es entlang der Sieg weiter nach Dattenfeld, wo der mächtige Siegtaldom im sanften Morgenlicht grüßte. Über Hoppengarten und Herchen wurden schließlich die weiteren Mitreisenden eingesammelt.
Mit jedem Halt füllte sich der Bus nicht nur mit weiteren Pilgern, sondern auch mit Leben. Aus dem anfänglich noch etwas verschlafenen Gemurmel wurden schnell angeregte Gespräche, erste Reiseproviant-Vorräte wurden ausgepackt und die Vorfreude auf Kevelaer war deutlich zu spüren. So wurde aus den einzelnen Mitreisenden schon während der Fahrt eine fröhliche Pilgergemeinschaft auf dem Weg Richtung Niederrhein.
Während das vertraute Siegtal langsam hinter den Fenstern zurückwich, bot die gemeinsame Anreise aber auch Gelegenheit zum Innehalten und zur Einstimmung auf den bevorstehenden Wallfahrtstag. Unterstützt wurden wir wie jedes Jahr von Albert Kleff, der uns mit den Gebeten und Liedern gut auf Kevelaer vorbereitet.
In Kevelaer angekommen, war die kleine Verspätung vom frühen Morgen längst vergessen. Begleitet von einer Gruppe Messdienern erwartete die Gruppe ein Tag, der von Glauben, Gemeinschaft, Dankbarkeit und Zuversicht geprägt war.
Vor dem Gnadenbild der Consolatrix Afflictorum – der Trösterin der Betrübten fanden die Wallfahrer Raum für ihre ganz persönlichen Anliegen und Gebete. Beim feierlichen Pilgeramt in der Basilika, beim gemeinsamen Begehen des kleinen Kreuzwegs und beim stillen Entzünden einer Kerze an der Gnadenkapelle konnte jeder auf seine Weise zur Ruhe kommen, danken, beten und neue Kraft schöpfen.
Natürlich durfte neben der geistlichen auch die leibliche Stärkung nicht fehlen. Beim gemeinsamen Mittagessen, welches erstmalig im Priesterhaus in Kevelaer stattfand, und während der freien Zeit blieb ausreichend Gelegenheit für Gespräche, Begegnungen und das eine oder andere gemütliche Beisammensein. Denn auch das gehört zu einer Wallfahrt: Gemeinschaft erleben, miteinander lachen und den Tag gemeinsam genießen.
Die Messdiener lösten sich zusammen mit Pater Gregor und Pfarrer Oligschläger von der restlichen Pilgergruppe und konnten bei der traditionellen Pizza neue Kräfte für das Nachmittagsprogramm sammeln.
Die besondere Atmosphäre Kevelaers war während des gesamten Tages spürbar. Zwischen Gottesdienst, Gebet und Begegnung entstand eine wohltuende Mischung aus Besinnlichkeit und Fröhlichkeit, die diesen Tag für viele zu etwas Besonderem machte.
Am Spätnachmittag hieß es schließlich Abschied nehmen. Mit vielen schönen und tiefen Eindrücken, geistlich gestärkt und erfüllt von der Gemeinschaft trat die Windecker Pilgergruppe die Heimreise an.
Und spätestens auf der Rückfahrt war klar: Die fünf Minuten Verspätung am frühen Morgen waren wirklich nicht der Rede wert. Denn bei einer Wallfahrt kommt es schließlich weniger darauf an, wann man startet, sondern vielmehr darauf, mit wem und mit welchem Ziel man unterwegs ist.
So bleibt die Wallfahrt nach Kevelaer 2026 als ein segensreicher, fröhlicher und gemeinschaftlicher Tag in Erinnerung – ein Tag des Glaubens, der Begegnung und des gemeinsamen Unterwegsseins.
Ein besonderer Dank geht an Pater Johannes. Wir Pfarrsekretärinnen durften das erste Mal das Büro schließen und uns der Pilgergruppe anschließen.
Gemeinsam mit Pater Johannes, Pater Gregor, Pfarrer Oligschläger und Gemeindereferentin Michaela Höhner war es eine rundum schöne und bereichernde Wallfahrt.
Außerdem dürfen wir unsere Messdiener nicht vergessen, die die Pilgergruppe aufgewertet haben. Vor allem beim Pilgeramt in der Basilika.
Wir könnten noch mehr von unseren Eindrücken berichten, das würde den Rahmen hier aber sprengen. Was bleibt sind die Gedanken zum erlebten.
Kevelaer 2026 – gemeinsam aufgebrochen, gemeinsam gebetet, gemeinsam gelacht und gestärkt wieder nach Hause zurückgekehrt.